Wieder in die Katastrophe schlittern, wie vor 100 Jahren?

Krise-FlugblattEine Krise nach der anderen!

Arghanistan, Irak, Libyen versinken im Chaos. Vom Bürgerkrieg in Syrien ist kein Ende abzusehen. Die EU-Finanzkrise wuchert weiter. Und da hat „der Westen“ nichts Besseres zu tun, als ein neues Faß aufzumachen:

USA und EU legen Feuer im Vorgarten Rußlands und empören sich darüber, daß Rußland nicht kuscht.

An Raketenabwehrschild und Atomwaffen-Modernisierung wird deutlich, daß die US-Politik noch an den Denkmustern des Kalten Krieges klebt, immer noch darauf aus ist, Rußland einzukreisen und einzuschnüren. Aber die EU? Kann denn vernünftigerweise die auch ein Interesse haben am Niederhalten Rußlands?

Natürlich nicht. Dennoch will Brüssel, im Bestreben, die von der russischen Führung anvisierte Zollunion mit den Nachbarstaaten zu blockieren, seine Macht und in der Folge auch die der NATO bis vor die Haustür Rußlands ausdehnen.

Wie naiv, wie verblendet und wie verantwortungslos müssen die führenden EU-Politiker sein, nicht zu sehen, daß dies unweigerlich ein schweres Zerwürfnis mit Rußland und eine Verdüsterung der Grundstimmung im ganzen EU-Raum auslösen müsse

Wieder in die Katastrophe schlittern, wie vor 100 Jahren? Rußlands Führung bestrafen? Ammenmärchen Völkerrechtsbruch

Unter den Zaren war das alles Rußland. Begrenzt eigenständig wurde die Ukraine erst als Sowjetrepublik. Und die Krim wurde ihr erst 1954, durch Chruschtschow-Ukas, ohne Volksbefragung, angegliedert.

Deren mehrheitlich russische Bürger haben jedes (Selbstbestimmungs)Recht, aus der scharf antirussisch aufgeputschten Ukraine auszuscheiden und sich Rußland wieder anzuschließen. Und wieso sollte Rußland sie nicht aufnehmen dürfen? Das ist ebenso wenig völkerrechtswidrig, wie die Trennung der Slowakei von Tschechien es war, oder wie eine gedachte durch Volksabstimmung gebilligte Verselbständigung von Katalonien oder Schottland.

Gleichfalls unbegreiflich die Vielzahl der Meinungsmacher, die einander geradezu überbieten im Verteufeln Putins, der nichts anderes tut, als jeder andere Präsident des Landes tun würde und tun müßte, nämlich die Belange Rußlands zu wahren.

Die EU jedenfalls steckt in der Sackgasse. Wie rat- und hilflos ihre Akteure mittlerweile sind, zeigt sich daran, daß man, während es vor kurzem noch hieß, das könne warten bis zur Bildung einer gewählten Regierung, jetzt überstürzt  einen Teilvertrag mit den Putschisten schließt, die nicht gewählt und als bloße Übergangsregierung nicht im geringsten legitimiert dazu sind.

Den von Brüssel gelegten Brand löschen!

Wer mit uns, den Leuten vom Friedensforum, dieses gefährliche Zündeln mißbilligt, weil er Frieden will und nicht in einer in Kriegsfurcht verkrampften Gesellschaft leben möchte, ist aufgerufen, das deutlich zu machen, indem er

beim Ostermarsch Ruhr mitmacht (ab 19. April) und bei den Wahlen zum Europaparlament richtig wählt.

Frieden schaffen ohne Waffen, Frieden halten!

Friedensforum Duisburg, Ende März 2014

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