Monatsarchive: Juli 2013

Seitenarchiv, sortiert nach Monaten.

6. August – Hiroshima-Tag

hiroshimaAm 6. August gedenken wir wieder der Opfer von Hiroshima und Nagasaki – der Opfer atomarer Bombenangriffe, die unsägliches Leid über Hunderttausende von Menschen und ihre Nachkommen brachten. Heute  arbeitet man daran, die Atomwaffen präziser zu machen, um die sogenannten „Kollateralschäden“ geringer zu halten – damit steigt die Gefahr, dass sie wieder eingesetzt werden. Wie viele Menschenleben werden dann vernichtet? Wie vielen Menschen wird Leid zugefügt?

Aber auch die sogenannte „friedliche Nutzung“ der Kernkraft vernichtet Menschenleben und macht ganze Landstriche unbewohnbar – weil sie nicht wirklich beherrschbar ist.

Nach der Kernschmelze in Harrisburg 1979 mussten 200.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen. In Tschernobyl waren – und sind nach 27 Jahren immer noch – acht Millionen Menschen betroffen. Die Folgen von Fukushima sind noch gar nicht abzusehen.

Deshalb muss Schluss sein mit der Nutzung der Kraft der Atomspaltung. Atomwaffen gehören vernichtet, Atomkraftwerke abgeschaltet. Ausnahmslos.

Friedensforum Duisburg steht am 6. August von 12 bis 18 Uhr mit einem Infotisch am U-Bahn-Aufgang vor Karstadt. Besuchen Sie uns, informieren Sie sich, diskutieren Sie mit uns!

 

Geschichtsrevisionismus abgelehnt

Gegen Geschichtsverfälschung am Duisburger Steinbart-Gymnasium
(jW vom 25. Juli) –

Brief an die Schulleitung:

Mit Entsetzen mußten wir, die diesjährigen Abiturienten des Steinbart-Gymnasiums, feststellen, daß unsere Abi­turzeugnisvergabe für rechtsextreme und geschichtsrevisionistische Propaganda mißbraucht wurde. Dabei wurden uns sogenannte Albertinanadeln ausgehändigt, gemeinsam mit einem Informationsblatt, in dem von deutschen Gebietsansprüchen in Rußland und Polen die Rede ist. Aus spontanem Protest verweigerten einige von uns die Annahme und stellten Nachforschungen im ebenfalls ausgehändigten Buch »Das Steinbart-Gymnasium zu Duisburg 1831–1981« an.

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Geschichtsklitterung an Duisburger Gymnasium

SteinbartRevisionistische Propaganda bei Abiturfeier stößt bei Schülern auf Ablehnung. Schulleiter weist Kritik zurück

Von Markus Bernhardt, Junge Welt vom 25.07.2013
www.jungewelt.de
Die diesjährige Abiturfeier des Duisburger Steinbart-Gymnasiums sorgt zunehmend für politische Auseinandersetzungen in der Ruhrgebietsmetropole. Wie das örtliche »Netzwerk gegen rechts« kürzlich bekanntmachte, wurden den Schülerinnen und Schülern bei der besagten Feierlichkeit, die bereits am 6. Juli im Duisburger Stadttheater stattfand, nicht nur ihre Zeugnisse ausgehändigt. Vielmehr erhielten alle Abiturienten des Abschlußjahrganges auch eine sogenannte Albertusnadel des Ehemaligenvereins der Schule. Der Anstecker wurde ihnen mit einem dazugehörigen Faltblatt überreicht. In diesem ist etwa vom »deutschen Osten« die Rede, während tatsächlich Gebiete in Rußland gemeint sind. Die Anstecknadeln selbst können unter anderem bei rechten und revisionistischen Organisationen wie der »Landsmannschaft Ostpreußen« erworben werden.

11. August: Auf nach Büchel!


Büchel Flyer_reduced24 Stunden Musik und Happening
an den Zufahrtstoren des „Fliegerhorstes Büchel“ (Eifel)

Seit Jahren herrscht kompletter Stillstand in der atomaren Abrüstung. Auch in Deutschland gibt es einen letzten verbliebenen Stationierungsort: In Büchel lagern geschätzte 20 US-Atombomben. 

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Wir sehen uns in Büchel!

Postkarte_buechelLade mit dieser Postkarte
Deine Freunde und Bekannten ein,
nach Büchel zu kommen!

>> Hier kannst du die Postkarte bestellen

Freifahrtschein für US-Drohnenmorde

Drohnen

aus: NRZ, Politisches Magazin, 02.07.2013

Der 20-jährige deutsche „Islamist“ Bünyamin E. aus Wuppertal ist in Pakistan durch eine US-Drohne getötet worden. Die Bundesanwaltschaft hat ihre diesbezüglichen Ermittlungen mit der Begründung eingestellt, die Tötung dieses Deutschen sei „durch das Konfliktvölkerrecht“ gedeckt“. Eine jämmerliche Leisetreterei gegenüber der US-Regierung und ihrer Barbarei der Drohnenmorde! Bünyamin E. hatte sich am Kampf gegen die ISAF in Afghanistan beteiligen wollen. Doch noch war er in Pakistan, und noch war er kein Kämpfer. Ihn gleichwohl „vorsorglich“ umzubringen, war also, weil heimtükisch, Mord. Unsere Bundesanwaltschaft aber zieht es vor zu katzbuckeln.

Christian Uliczka, Friedensforum Duisburg